Zweigeschoßiges lang gestrecktes Biedermeierhaus, für das Joseph
Kornhäusel am 17. August 1807 die Urheberschaft bestätigt hat. Nach
einem mit 1801 datierten, vom privaten Bauherrn Apollonius von
Hebenstreit gezeichneten Grundriss dürfte das Gebäude in den Jahren ab
1802 (als Hotel) errichtet worden sein. Es ist Kornhäusels frühester Bau
in Baden.
1825 war der Hof im Eigentum von Karl Ferdinand von Buol-Schauenstein
(1797–1865), 1835 erwarb ihn Fürst Klemens Metternich (1773–1859), der
ihn bis 1840 behielt und während dieses Zeitraums (wahrscheinlich) von
Peter von Nobile (1774–1854) umbauen ließ. Ab 1904 gehörte der
Metternichhof der Badener Hotelierdynastie Carl Sukfüll (1862–1944) und
dessen Ehefrau Clementine (1856–1940).
Der Bau besticht durch eine schlichte, von einem Kordongesims horizontal
gegliederte, im Erdgeschoß gequaderte Fassade mit gekehltem und
genutetem Korbbogenportal, bekrönt von einem Eisenbalkon aus dem dritten
Viertel des 19. Jahrhunderts. Der große längsrechteckige Hof weist
abgeschrägte Ecken auf; die Fassaden im Erdgeschoß sind gequadert, davon
besitzt die südliche einen übergiebelten Mittelrisalit und schmale
Flanken.
In den Jahren 1864/65 wohnte Franz Grillparzer (1791–1872) während
längerer Aufenthalte in diesem Haus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Baden_(Nieder%C3%B6sterreich)
Verknüpfungen