Der österreichische Nationaldichter war eng mit Baden verbunden. Ab 1848 wohnte er in den Sommermonaten in der Stadt. Er hielt sich gerne im Kurpark auf, dachte auf seiner Lieblingsbank links vom Musikpavillon über neue Stücke nach, wobei er auch häufiger eindöste, während über ihm die Vögel im Geäst der Kastanienbäume sangen. Er besuchte auch gerne die Trinkhalle, saß dann mit einem Buch in der Hand (Zeitungen schätzte er nicht) auf einer Bank am oberen Ende der Halle, Mineralwasser trinkend, machte Notizen in einem kleinen Heftchen oder plauderte mit dem Personal.
1865 erhielt er die Ehrenbürgerwürde von Baden. Neben der Straßenbenennung im Jahr 1894 bestehen auch noch zwei Gedenktafeln in der Stadt. Ihm zu Ehren wurde im Kurpark vom Bildhauer Leopold Schrödl ein Denkmal errichtet.
Gabriele Hasmann