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Undine-Brunnen

© Christian Weiss 2025
Undine-Brunnen

Der Undine-Brunnen im Badener Kurpark wurde am 1. Juli 1903 anlässlich der Fertigstellung der städtischen Wasserleitung eingeweiht und ist eine spektakuläre Brunnenanlage, geschaffen vom österreichischen Bildhauer Josef Valentin Kassin.

In den Jahren 1902 bis 1903 ist Kassin mit der Erschaffung des Undine-Brunnens ein Werk von großer künstlerischer Bedeutung gelungen. Der Bildhauer nahm das Märchen der Undine zum Motiv für seine Brunnenanlage. Die tragische Erzählung des deutschen Romantikers Friedrich de la Motte Fouqué handelt von der Wassernymphe Undine, die sich unsterblich in einen Irdischen verliebt, nach dessen anfänglicher Erwiderung jedoch von ihm verschmäht wird und sich mit einem tödlichen Kuss rächen muss. Der Brunnen zeigt jene Szene des Märchens, in der der Stein vom Burgbrunnen weggewälzt wurde und Undine der Tiefe entsteigt. Das eindrucksvolle Szenario findet auf einem Sockel aus Margarethener Kalksandsteinblöcken statt.

Kassin gestaltete die Figuren nach lebenden Modellen. Er selbst sagte, dass er alle Gesichter nach Badener Bürgern geschaffen habe. Der aus Carrara-Marmor gefertigten Hauptfigur Undine gab er die Gesichtszüge von Mercédès Jellinek, der Namensgeberin der weltbekannten Automarke. Sie wendet dem Kurpark den Rücken zu, weil Ihr Blick in die Richtung geht, wo einst Badens Kuranstalt stand. An deren Stelle (Kaiser Franz-Ring 7) befindet sich heute ein Hotel.

Der Undine-Brunnen ist das Prunkstück im unteren Bereich des Badener Kurparks. In den Sommermonaten wird die beeindruckende Brunnenanlage von einem prächtigen Wasserspiel begleitet, im Winter wird sie durch eine Verkleidung geschützt.

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