
Im nördlichen Ortsteil Badens steht vor der gotischen Pfarrkirche St. Stephan in der Pfarrgasse dieses gut 4 m hohe Kriegerdenkmal, das ursprünglich den gefallenen Mitbürgern des Ersten Weltkrieges gedenkt. Es ruht am Pfarrplatz auf einem gestuften Sockel, auf dem die wuchtige Stele aus örtlichen Lindabrunner Konglomerat-Sandstein aufgerichtet wurde. An seiner Vorderseite zentral ein großes Relief eines Kreuzes mit dem Kurzgebet:
VATER ICH RUFE DICH
Links Reliefs von zwei Soldaten, rechts trauernde Mütter mit einem
Waisenkind. An der Rückseite eine ergänzende Inschrift: 1914 – 1918 –
1939 – 1945, die Daten beider Weltkriege. Auf der Stele eine
überlebensgroße Bronzefigur eines knienden Mannes, nur mit Lendenschurz
bekleidet, der Gott dem Vater in seiner Trauer anruft. Die Weihe
erfolgte im September 1934 durch Kardinal Innitzer mit einer
ergreifenden Predigt: „Wir wollen zu diesem Denkmal lauschen und hören,
was uns die gefallenen Helden zurufen: Liebet das Vaterland, arbeitet,
betet, kämpft dafür. Wir wollen geloben wie vor einem Altar: unsere
Helden sollen nicht umsonst gefallen sein!“. Am Allerheiligentag gibt es
dort üblicherweise eine Gedenkfeier.
Geschaffen hat das Denkmal der bekannte mehrfach ausgezeichnete Badner
Künstler Josef Müllner.
Alexander Szep, https://www.flickr.com/photos/112388998@N03/52178294182