Das gemeinhin als Pestsäule bezeichnete Denkmal heißt eigentlich „Dreifaltigkeitssäule“. Aus Dankbarkeit über den relativ glimpflichen Verlauf der zweiten Pestepidemie 1713 wurde sie von 1714 bis 1718 vom österreichischen Bildhauer Giovanni Stanetti an der Stelle des bisherigen Prangers errichtet.
Der hohe dreiseitige Sockel stellt in tiefen, korbbogenförmigen Nischen die Heiligen Rosalia, Petrus und Maria Magdalena dar, neben den Nischen kurze Pfeiler mit vergoldeten Reliefmedaillons Moses mit der ehernen Schlange, Lot mit dem Engel, Hagar in der Wüste, drei Engel bei Abraham, Jakob ringt mit dem Engel, Arche Noah, Pfingsten, Verkündigung Mariae, Christus heilt einen Gichtbrüchigen. Auf den Pfeilern stehen Statuen der Heiligen Sebastian, Rochus und Karl Borromäus. In der Mitte befindet sich eine vergoldete Weltkugel, davor eine Maria Immaculata, an der Spitze ein Gnadenstuhl.