Emil Jellinek-Mercedes, der es als Handels- und
Versicherungsvertreter in Algerien zu beachtlichem Wohlstand brachte,
war ab 1889 in seiner neuen Badener Villa zuhause – die er Jahr um Jahr
vergrößern ließ, bis sie zu einem Anwesen mit 50 Räumen angewachsen war.
Jellinek war Autonarr, vertrieb Daimler-Fahrzeuge und gilt als Erfinder
der Automarke „Mercedes“ (benannt nach seiner Tochter).
Anfang 1939 nahm sich sein Sohn Raoul Fernand nach einem Verhör durch
die Gestapo in der Badener Familienvilla das Leben. Das Gebäude wurde
1945 beim Einmarsch der russischen Truppen zerstört. Das Einzige, was
erhalten blieb – sowohl in Baden als auch von einer anderen Villa der
Familie in Nizza – sind die Garagen. Ein sonderbarer Zufall für eine
Familie, die vor allem für ihre Nähe zur Autoindustrie in die Geschichte
eingegangen ist.
Am Ort des ursprünglichen Wohngebäudes wurde ein Mehrfamilienhaus
errichtet.
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