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Adolfine Malcher

Adolfine Malcher wuchs in Südafrika und Galicien auf. Auch ihr Ehemann, der Großkaufmann Rudolf Malcher (1840-1908) stammte aus Südafrika.

Im Jahr 1885 übersiedelte ihre Familie nach Baden. Hier stellte sie fest, dass für Mädchen die Ausbildungsmöglichkeiten nicht sehr groß waren und nahm sich so der Frauenrechte an. Im Jahr 1902 übernahm sie die Leitung des neu gegründeten Vereins „Gesellschaft für erweiterte Frauenbildung und Frauenberufe in Baden“ und unterstützte die Gründung des Mädchenlyzeums, dem heutigen Gymnasium Frauengasse. Im Jahr 1907 gründete sie die einjährige Haushaltungsschule, 1908 ein Mädcheninternat, 1911 eine 2-jährige Frauengewerbeschule für Weißnähen und Kleider machen mit Meisterinnenklasse, 1915 eine 3-jährige höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe, 1918 ein Wöchnerinnen- und Säuglingsheim. Die Mittel, die für die Einrichtung der Schulen gebraucht wurden, kamen großteils aus Erlösen von Parkfesten, die Malcher organisierte. Dies brachte ihr den Namen Badener Metternich ein, nach Pauline von Metternich, die ebenso erfolgreich Geld durch Organisieren von Festen auftrieb.

Im Ersten Weltkrieg führte der Verein eine Kriegsküche und zwei Rekonvaleszentenheime für Soldaten. Malcher war in dem Heim in der Germergasse Delegierte des Vereines.

Durch einen Bombensplitter gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war sie ans Bett gebunden, leitete aber weiterhin die Unternehmungen des Vereins, der 1938 aufgelöst wurde, im Jahr 1947 aber wieder reaktiviert werden konnte. Malcher, die insgesamt fünf Söhne und vier Töchter hatte, starb 1948 in Baden. Begraben wurde sie am Badener Helenenfriedhof. Einer ihrer Söhne war der in Baden geborene Architekt Fritz Malcher.

https://oesterreichwiki.org/wiki/Adolfine_Malcher

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