Nachdem Weikersdorf 1912 Teil der Stadt Baden wurde, zogen das
Stadtarchiv und das Rollettmuseum, dessen Sammlung auf den Badener
Universalgelehrten Anton Franz Rollett (1778-1842) zurückgeht und
bereits seit 1810 der Öffentlichkeit zugänglich war, 1914 in das
ehemalige Weikersdorfer Rathaus. Im Oberstock befindet sich eine
Ausstellung über die Geschichte der Stadt Baden von der Jungsteinzeit
bis in die Neuzeit.
Im Zuge der baulichen Adaptierungsarbeiten wurde z.B. aus den
Arrestzellen im Keller eine Bibliothek. Aber das Gebäude konnte nicht
durchgehend als Ausstellungshaus dienen: während des ersten Weltkrieges
fungierte es als Lebensmittellager, im zweiten Weltkrieg wurden hier
verschiedene Parteiorganisationen untergebracht und während der
Russischen Besatzung diente der Keller als Schlachthaus.
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